Der Nestbau

Im Frühjahr erwacht die neue Königin aus der Winterstarre und beginnt Nektar aus Blüten zu saugen. Nach einigen Tagen der Stärkung wählt sie dann einen geeigneten, wind- und wettergechützten Nistplatz aus und beginnt mit dem Bau der ersten Zellen. Noch vor Vollendung der ersten Wabe ist die Königin damit beschäftigt, die schützende Außenhülle zu bauen. Diese stülpt sich wie eine schützende Glocke über die ersten Waben. Die Eiablage erfolgt bereits nach etwa 10 Tagen, wenn das Nest erst sieben bis zehn Zellen aufweist. Auf dem Höhepunkt der Saison, wenn durch ein Heer von Arbeiterinnen sämtliche Wabenetagen errichtet sind, werden bis zu 300 Zellen pro Tag bestiftet, da sich die Ovarien der Königin inzwischen derart vergrößert haben, daß ihr Hinterleib fast völlig mit Eiern aufgefüllt ist. Am fruchtbarsten sind die Königinnen der Kurzkopfwespen (dazu gehören auch die Deutsche und die Gemeine Wespe), die insgesamt bis zu 50.000 Eier je Tier produzieren können.